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Alarm im Streichelzoo

SCHAUBURG MÜNCHEN | Tierische Unterhaltung | Ensembleproduktion der Schauburg München

TRIGGER IM STÜCK...>

TERMINE |

MI | 29.06.22 | ab 10:30 Uhr | Großes Haus

MI | 29.06.22 | ab 18:00 Uhr | Großes Haus

DO | 30.06.22 | ab 10:30 Uhr | Großes Haus

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FOTO | Fabian Frinzel

TEAM

Mit Simone Oswald | Helene Schmitt
| David Benito-Garcia | Clara Palau y Herrero | Michael Schröder

Inszenierung Ariel Doron
Dramaturgie Anne Richter

Theater-
pädagogik Till Rölle
Ausstattung Anni-Josephine Enders
Theater Schauburg München ...>

ALARM IM STREICHELZOO

Mitten im Theater steht ein großer Käfig mit drei niedlichen Hamstern, die tolle Tricks beherrschen.

Sie werden gefüttert und umsorgt.
Doch was hat es mit der strengen Stimme
aus dem Hintergrund auf sich?
Wer behält den Überblick
und trägt hier die Verantwortung?

Wer experimentiert hier mit wem?
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Ein vielschichtiges Spiel um Macht und Verantwortung.

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ZITAT | ABENDZEITUNG

»Ein kluges Live-Entscheidungs-Mitmach-Spiel.«

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JURYBEGRÜNDUNG | VON JULIA DINA HEßE

Niedlich, putzig, goldig - was ganz entzückend und harmlos mit riesigen, flauschigen Tierchen beginnt, steigert sich zu einem krassen Experiment, bei dem es nicht nur für die Wesen im Käfig immer brenzliger wird. Denn mit ihrem Streichelzoo stellen das Ensemble und Regisseur Ariel Doron nicht nur unsere Verantwortung bei der Tierhaltung in Frage, sondern schaffen es, sämtliche Verabredungen und Sicherheiten des Theaterbesuchs aus den Angeln zu heben. Je grausamer der Umgang auf der Bühne wird, umso undurchsichtiger wird die eigene Rolle im Zuschauerraum: darf ich hier einschreiten? Soll ich es gar? Aber was ist überhaupt wahr und wer ist hier gut, wer böse? Und plötzlich wird aus einem Theaterstück ein großer, packender Versuch über das wirkliche Leben und unsere Rolle im komplexen Machtspiel des Miteinanders.

Damit löst diese hervorragende Inszenierung alles ein, was man sich vom Theater wünscht: ein brisantes und aktuelles Thema, das klug und vielseitig beleuchtet und in eine bestechend klare, ästhetische Form gebracht wird, die zudem der Ko-Präsenz von Spielenden und Zuschauenden absolut Rechnung trägt, indem sie die Grenzen zwischen beiden immer wieder aufhebt.

Und die so neben all den wichtigen und aufrüttelnden Fragen vor allem ein körperliches, unmittelbares, sinnliches Erleben ermöglicht. Atemlos, mitreißend - überwältigend schön und furchtbar zugleich.