> Workshops

|

Frl. Wunder AG

WORKSHOPS | ASSITEJ-Werkstatt | »white girl imagining herself as machtkritisch« - oder Privilegien, Kanon und Institutionskritik |

 

Als weißes, überwiegend cis-weibliches Performancekollektiv blickt die Frl. Wunder AG zurück auf Produktionen, in denen sie Kategorien wie Weißsein, Intersexualität und Alter verhandelt haben. Weiß, cisgender, akademisch und diskriminierungskritisch – das ist auch die Ausgangslage vieler Spielleiter*innen, die mit ihren Theaterprojekten machtkritische Themen
behandeln möchten.
Nicht immer können die Projektverantwortlichen dabei selber aus dieser Position sprechen. Wie gehen wir auf der Bühne mit gesellschaftspolitischen Fragen um, wenn sie uns nicht selbst betreffen? Wie können wir Differenz thematisieren ohne stereotypen Bildern zuzuarbeiten? Wo sind die »Fallstricke« und »weißen Flecken« versteckt? Wie verlieren wir Intersektionalität nicht aus den Augen? Wie gehen wir mit Kritik um, »wenn es doch gut gemeint war«?

Der Workshop bietet | einen Einblick in grundsätzliche Arbeitsweisen der Frl. Wunder AG anhand der Projekte »Adam, Eva und ich« (2015), »Das weiße Stottern« (2017) und »Geliebt, gehasst und trotzdem treu« (2018) sowie »Davon Leben« (2019) und öffnet darüber hinaus einen Reflexionsraum über die eigenen Methoden und Erfahrungen für Regisseur*innen, Theaterpädagog*innen, Stückentwickler*innen und Performer*innen. Ist es sinnvoll, einen intersektionalen Bechdel-Test oder einen Code of Conduct für die eigene künstlerische Arbeit zu entwickeln? An welchen Stellen ist unsere Sprechposition hilfreich für die Kritik an den Institutionen des Theaters?
| MEHR INFOS HIER...>

 

|

Prasanna Oommen

WORKSHOPS | Partizipation Reloaded | »Warum guter Wille für Nichtbesucher*innen nicht ausreicht«.

 

Partizipation ist ein geflügeltes Wort. Ob sie gelingt, hängt von vielen Faktoren in und außerhalb einer Kultureinrichtung ab.

 

Fest steht: Es braucht eine Alternative zum etablierten Sender*innen- Empfänger*innenverhältnis. Deshalb beschäftigen sich die Teilnehmer*innen in dieser Fortbildung mit Prasanna Oommen, einer Expertin für diversitätssensible Kommunikation in der Kultur und Bildung, mit einem Perspektivwechsel. Gemeinsam blicken sie auf eine Zielgruppe, um die sich Kultureinrichtungen dieser Tage reißen: Die Nichtbesucher*innen - Menschen unterschiedlicher Altersgruppen mit vielfältigen sozialen, ökonomischen und kulturellen Hintergründen. | MEHR INFOS ÜBER PRASANNA OOMMEN...>

Dabei stellen sich die Teilnehmer*innen folgende Fragen | Was hat die Ansprache von heterogenen Gruppen eigentlich mit der internen Kommunikation in einer Kultureinrichtung zu tun? Wie muss sich die Kommunikation in und außerhalb der Kultureinrichtung ändern? Und wie können die Nichtbesucher*innen dort abgeholt werden, wo sie sind, nämlich nicht bei uns.

| Die Fortbildung umfasst einen dreistündigen Modulmix aus Input, Praxisübungen und der Methode der kollegialen Beratung zzgl. einer halben Stunde verteilter Pausen.

 

|

Wochenklausur  (Wien)

WAS KUNST KANN |

 

Weltweit entwickelt die Gruppe WochenKlausur seit dreißig Jahren kleine, konkrete Vorschläge zur Verringerung gesellschaftspolitischer Defizite und setzt diese Vorschläge auch um. Künstlerische Gestaltung ist für sie kein formaler Akt, sondern ein Eingriff in die Gesellschaft.

 

Im Workshop wird zunächst anhand von konkreten Projekten die Arbeitsweise der WochenKlausur vorgestellt. | Die Frage, was daran Kunst sein soll, wird dabei bewusst zur Diskussion gestellt. In gemeinsamer Arbeit mit den Teilnehmenden werden dann Projekte vor Ort überlegt. Was brüllt dringend nach einer Korrektur? In der Stadt, an den Schulen, im Theater, in den Medien. Welches Defizit hätte längst von jemandem verringert werden können? Anhand vieler Erfahrungen der WochenKlausur werden Ideen und Strategien aus der Kunst erarbeitet und simulativ zu einer der selbst vorgeschlagenen Aufgabe durchgespielt. Welche Gefahren lauern, welche Hürden sind zu nehmen, welche rechtlichen, energetischen und finanziellen Ressourcen sind erforderlich? Spielt die Ästhetik eine Rolle und wie wichtig ist die Öffentlichkeitsarbeit?

Oder | Gibt es ein offenkundiges Problem in der Stadt, von dem wir alle wissen, dass es mit ein bisschen gutem Willen lösbar wäre? Kennt jemand Differenzen im Stadtteil, die keine sein müssten, ein Defizit in der Nachbarschaft, das sich reduzieren ließe? In unserem Workshop sammeln wir solche Anliegen und Ideen, Methoden und Möglichkeiten zur Verbesserung des Zusammenlebens. Kleine Korrekturen vielleicht nur – aber effektive. Und zwischendurch fragen wir uns, was das wohl mit Kunst zu tun haben mag... In Anlehnung an viele aktivistische Vorläufer im 20. Jahrhundert sieht die WochenKlausur Kunst als eine Möglichkeit, konkrete Beiträge in der Gesellschaft zu leisten. Seit 26 Jahren und mit 42 internationalen Projekten entwickelt die Gruppe konkrete Vorschläge zur Verringerung partieller kommunaler Defizite und setzt sie um. Ohne künstlerische Strategien geht das aber manchmal nicht und so wird die künstlerische Gestaltung, traditionell vor allem formal verstanden, zur Gestaltung in Bildung, in Politik, Ökologie oder im Sozialbereich. | HIER MEHR INFOS...>

 

|

ZU-UK, Jorge Lopes Ramos (London)

Speed Game Making and Instruction-based Performance |

HINWEIS | In englischer Sprache

 

What can theatre learn from game making? Games offer us a playful structure in which players need to engage at every stage of their journey. How can the language of game design help us to mediate interactive theatre experiences; where participants can come from anywhere with different concerns and expectations? Can game-making and instruction based performance offer us a new public space, in a climate of ever-shrinking spaces where we can meet new people outside of our bubbles? Can instructions provide platforms to mediate the space between strangers to build a temporary community?

 

|

Ariel Doron

THEATER DER PERFORMATIVEN DINGE | Objekttheater- Workshop

Was passiert, wenn das Objekt aufhört, ein Requisit zu sein, und zum Mittelpunkt der Bühne wird? Welche Möglichkeiten ergeben sich, wenn wir das Objekt ins Rampenlicht rücken? Und was ist dann unsere Rolle auf der Bühne? In diesem Workshop werden wir gemeinsam die faszinierende und vielfältige Welt des Objekttheaters erkunden - wir werden verschiedene Möglichkeiten erforschen, wie wir uns fertigen Objekten nähern, sie präsentieren und mit ihnen auf der Bühne spielen können, mit und ohne uns als Performer. | HIER MEHR INFOS...>